Da zu den jeweiligen Elementen immer nur die aus passendem Material bestehende Leitung verwendet werden darf, sind diese Leitungen zur Unterscheidung durch
besondere Kennfarben gekennzeichnet. Diese Farbkennzeichnung ist in der DIN IEC 584 festgelegt. Parallel hierzu bestehen aber auch noch Farbcodierungen für die alten
Elemente nach DIN 43710. Diese Farben sind in der DIN 43 713 und 43714 festgelegt.Ein Nachteil der Ausgleichsleitung ist der relativ hohe elektrische Widerstand, der bei niederohmigen Meßgeräten das
Meßergebnis verfälschen würde. Hier wird die Zuleitung mittels eines zusätzlichen Widerstandes auf einen vorgegebenen Wert abgeglichen, der im Meßgerät eingeeicht wird. Er beträgt in den meisten Fällen 10 Ohm. ACHTUNG Beim Anschluß der Leitung ist darauf zu achten,
daß die Plus- und Minusleiter nicht gegeneinander vertauscht werden, besonders bei Zwischenschaltung von Ausgleichsleitung. Um einen korrekten Anschluß zu ermöglichen, wurde in der DIN IEC 584 die Farbe für den
Minusleiter mit weiß festgelegt, während der Plusleiter
die jeweilige Kennfarbe des Elementes trägt. Laut DIN 43713 und 14 ist es genau umgedreht. Hier ist der Plusleiter mit rot festgelegt und der Minusleiter erhält die Kennfarbe des Elementes.
Probleme können auftauchen, wenn Artikel nach DIN 43710 und DIN IEC 584 gemischt eingebaut werden, z.B. der Fühler NiCr-Ni Typ K nach IEC und die Leitung NiCr-Ni nach DIN.
Die Kennfarbe für NiCr-Ni ist nämlich in beiden Fällen grün. Leider ist aber der grüne Leiter nach DIN IEC 584 der PLUSPOL und nach DIN 43714 der MINUSPOL. Schutzrohre In der Regel erhält das Thermopaar für den praktischen Gebrauch ein Schutzrohr, dessen
Ausführung sich nach dem Verwendungszweck und der Beanspruchung durch Temperatur, Druck und chemische Einflüsse richtet. Die Wahl des geeigneten Schutzrohr-Werkstoffes ist ausschlaggebend für die Lebensdauer des
Thermoelementes. An Schutzrohre für die DIESELABGAS-Temperaturmessung werden besondere Anforderungen durch Erschütterungen, Schwingungen und Gasstöße gestellt, außerdem wird der Temperaturbereich des Werkstoffes durch
die Verbrennungsgase vermindert. Aus diesen Gründen sollte die Einbaulänge so kurz wie möglich sein. Als Richtwert für die effektive Einbaulänge im Medium bei vernachlässigbarem Wärmeableitungsfehler kann 10x
Schutzrohrdurchmesser angenommen werden. Für extreme Belastung und größerer Einbaulänge stehen Spezialschutzrohre zur Verfügung. Diese sind aus dem Vollen gedreht und gebohrt und durch ihre besondere Form für den
rauhen Einsatz besonders gut geeignet. |